Korrekturstagnation der Deutschen Bank- Aktie: Ein Ausblick

In seinem am 21.05.19 auf der geläufigen Website Investing.com veröffentlichten Artikel spricht der renommierte und professionelle Trader Henrik Becker von den  nicht gerade rosigen Aussichten für die Deutsche Bank- Aktie. Dabei räumt er zwar ein, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, die den Kurs wieder hochtreiben könnten, betont aber vor allem, dass die sich bereits über Jahre hinziehende komplexe Korrektur des Kurses auch in den nächsten Monaten noch nicht abgeschlossen sein und den Chartverlauf dementsprechend  beeinflussen wird.

 

Einleitend besinnt sich Becker auf seine letzte Prognose aus dem Februar, in der er voraussagte, dass die betroffene Aktie bis zur 0,62- Unterstützung (6,24)  abverkauft werden würde. Korrigierend ergänzt er, dass der Anteilsschein der deutschen Bank zwar nicht dermaßen an Wert verloren hatte, wie zuvor vermutet, dass die negative Tendenz aber durchaus berechtigt sei und aktuell bereits sichtbar werde. Das negative Langzeitchart der Aktie wirke zwar zunächst gravierend pessimistisch, läge aber regeltechnisch definitiv im Bereich des Möglichen.

 

Den Prozess der Korrektur als Start der relevanten Entwicklungen der nächsten Tage bis höchstens 3 Wochen anführend,  beschreibt der Trader den bevorstehenden Verlauf zunächst als chancenreich mit vielen Alternativen, die eine gute Perspektive bieten. Dabei soll die Korrektur die Basis für Welle (5) der größeren (c) bilden, woran dann der Fall des Trends unter das 1,00 Retracement (6,76 Euro) anknüpfe und damit die Bewegung bis zur Ziellinie bei 0,62 (6,24 Euro) ermöglichen. Könnte diese Höhe nicht genug Halt bieten, läge die nächste Unterstützung mit dem 1,00 Retracement (5,21) bereits in Reichweite. Eine deutliche Optimierung könnte aber wohl erst ein Schlusskurs über dem 0,62 Retracement versprechen.

 

Im zweiten Teil seines Ausblicks revidiert Becker zwar seine Aussagen nicht, beurteilt das Szenario, wie er es vorher noch beschrieben hatte aber als relativ unwahrscheinlich. Diesen Widerspruch

in seiner Prognose begründet er damit, dass er an das Eintreten solch einer Entwicklung nicht glaubt, die Bildung eines größeren Bodens aber im Gegensatz dazu durchaus machbar wäre.

Ursache dafür sei, dass selbst eine Trendwende lediglich eine Unterwelle der seit 2007 andauernden Korrekturphase bedeuten würde.

Der einzige Auslöser eines Zusammensturz des Wertes würde ein Bruch des 1,00 Retracements (5,21) darstellen, sonstige erheblichere Risiken könne er dafür anhand des Langzeitcharts aber nicht erkennen.

 

Der Fazit besteht aus zwei ebenfalls widersprüchlich klingenden Komponenten:
Autor Henrik Becker beschreibt das schleppende Vorankommen des Kurses und rät trotzdem zum Kauf.  Vereinbar ist dies durch die Entwicklungen der komplexen Korrektur, welche ein mittleres Engagement im nächsten Jahr möglich machen sollen- Dafür empfiehlt er, Position auf dem 0,62 Retracement (6,24) , weil über diesem (bei 7,69) das nächste Kaufsignal aufragen würde.