Lufthansa- langfristig positive Tendenz bei wankelmütigem Präsens

Nachdem die Aktien von Lufthansa im Verlauf der letzten Tage einen enormen Verkaufsschwung erfuhren, stabilisierte sich der Graph jedoch zumindest für’ s Erste auf Höhe des Baisse aus 2018.

 

Ob diese letzten Entwicklungen die Grundlage für einen stabilen Boden bilden  könnten, muss sich allerdings erst noch zeigen. Voraussetzungen dafür wären zum Beispiel, dass ein Doppeltief bei 17,04 Euro erreicht wird, nachdem sich der Vorgeschmack auf eine ausschlaggebende Trendwende in Form einer SKS- Formation, der sich seit mittlerweile circa einem Jahr verstärkte, vor kurzem mit dem Durchbrechen der 19,17- Marke in Luft auflöste.

 

Was für den mittelfristig orientierten Investor relevante Entwicklungen bringen könnte, ist für den langfristig fokussierten Anleger noch nicht eindeutig. Erste Ansätze werden sich in Kürze herauskristallisieren, dann aber lediglich der spekulativen Art. Ob der genannte Boden vertrauenswürdig ist, wird sich also erst noch zeigen müssen, klar ist nur, dass ein Prüfen der Charttiefs bei 17,04 Euro aus Oktober letzten Jahres als Basis für eine Bestätigung  nicht ausreicht. Die Herausforderungen oberhalb des Graphen sind schlichtweg zu formgebend, um sie bei dem Aufbau einer gründlichen Investition außen vor zu lassen.

 

Sollte jedoch alles optimal verlaufen und die Entstehung eines stabilen Bodens eintreten, wäre ein Discount-Call mit der WKN HX6GDL eine Chance auf 45 % Rendite, sollte die Lufthansa- Aktie im Dezember die 17 Euro erreichen.

 

 

Auffällig ist, dass trotz der im Grunde so positiven Prognose für die Lufthansa-Aktie  doch einige ,,wenn,- dann’ s” eine nicht gerade unbedeutende Rolle spielen, vor allem wenn es darum geht, zu beurteilen, ob und wann weitere Langzeitinvestitionen sinnvoll wären. Dies liegt vor allem an dem rasanten Wechsel zwischen hoffnungsschöpfenden und zermürbenden Zahlen der letzten Tage.  Während man am Donnerstag beim Anblick des langen Dochts unterhalb des Graphen schon Hoffnungen hegte, wurden diese heute von einer schleppenden, nicht ausreichend steilen Entwicklung bereits zum Teil zunichte gemacht. Auch wenn es angesichts solch wankelmütiger Tendenzen schwer ist, sich weiterhin für einen Einstieg bereitzuhalten, könnte dies sich definitiv bezahlt machen. Denn innerhalb weniger Tage bestände die Chance, dass der Kurs aufgrund eines Pullbacks die 18,33-Marke oder zumindest die 18,00 Euro erreicht. Langzeitinvestoren könnten hier zumindest spekulativ die Gelegenheit beim Schopfe packen. Die weiteren Entwicklungen werden vermutlich außerdem einen Rücklauf bei 19,17 Euro sowie einen weiteren Rücksetzer nach Erreichen dieses Punktes beinhalten.

 

Wie bereits deutlich geworden ist, sollte die weiterhin hohe Volatilität ohnehin bei Prognosen nicht außen vor gelassen werden, da sie momentan einen alltäglichen Zustand der Lufthansa- Aktie darstellt. Zahlen unter 17,00 Euro bei Tagesschussbasis dürfen dabei aber trotzdem nicht als harmloser Teil dieses Prozesses heruntergespielt werden, weil dies eine Short- Attacke bedeuten könnte, die imstande wäre, den potenziellen Doppelboden und die daran hängenden Hoffnungen zunichte zu machen. Stabilisieren sollte sich das Papier selbst in diesem wenig wünschenswerten Fall spätestens bei 15,30 Euro, da ein noch steileres Tief zwingend weitere Abgaben bedeuten würde, die dann für einen noch extremeren Fall des Kurses verantwortlich würden