Steigende Hoffnung trotz fallenden Kurses bei SAP-Analysten

Trotz Vorzeigeportfolio und breit gefächerter Kompetenzen hat die SAP-Aktie schon bessere Zeiten gesehen – Der aktuelle Werdegang des Kurses zeigt wieder einmal, dass  Potenzial einer Firma und Entwicklung auf dem Börsenmarkt nicht immer Hand in Hand gehen müssen.

Neueste Entwicklungen äußern sich in negativen Zahlen für die Wertpapiere des Großkonzerns.

Alleine auf dem deutschen Wertpapiermarkt sank die Aktie heute mitunter auf 2,98 Euro. Damit hatte sie sich um 2,6 Prozent in ihrem Wert reduziert, was zu einer Einstufung auf 111,62 Euro führte.  Den TecDAX, der bei 2.836 Punkten notiert und um den es damit bei einem Wert von 1,07% ebenfalls nicht positiv steht – als Maßstab verwendend, kommt man sogar zu dem ernüchternden Ergebnis, dass die Aktie  beim heutigen Stand der Entwicklung des Gesamtmarktes unterlegen war. Immerhin im Vergleich zu früheren Zahlen ist der Wert nicht am tiefsten Punkt angelangt: Ein Baisse am 6.7.2009 wies noch einmal 84,37 weniger Wert auf als die SAP-Papiere aktuell verzeichnen mussten.

Nicht abschrecken lassen sich außerdem einige Analysten, deren Kunden sich weiterhin von dem auf den Spezialisierungen des Konzerns beruhenden Potenzial überzeugen lassen.

Mohammed Moawalla kommentierte in einer Studie von Mittwoch, dass der Verlauf für SAP im ersten Viertel von 2019 die Grundpfeiler seines Anlageurteils bestätigt habe, nachdem die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs das entsprechende Kursziel von 121 auf 135 Euro erhöhte und nebenbei auch noch auf ihrer Conviction Buy List stehen ließ.

Außerdem, ergänzte er, sprächen sowohl die langsam berechenbarer werdende mittelfristige Margenentwicklung, als auch der angehobene Margenausblick deutlich für eine positive Wendung.

Ähnlich in der Endaussage ist das Statement von Gal Munda, einem weiteren Analysten – der nach der Entwicklerkonferenz eine etwas beruhigtere, zuversichtlichere Sicht der SAP- Aktie gegenüber einnahm und weiterhin für ,,Buy” plädierte. Auch die Privatbank Berenberg gab ein zustimmenden Signal, indem sie nach der Entwicklerkonferenz nichts tat – und das Kursziel weiterhin bei 130,00 Euro bestehen ließ.

 

Was all diese positiven Stimmen über SAP gemeinsam haben, ist offenbar wirklich der Glaube an die Zukunftsperspektiven des Konzerns. Daher lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, worum es dem Unternehmen geht.

Zunächst zeigt sich beim Blick auf die Daten, dass SAP einer der international erfolgreichsten Anbietern von Unternehmenssoftwarelösungen ist, der sich bei diesem Bereich um die firmeninterne zum einen und die unternehmensübergreifende Abwicklung von Arbeitsschritten zum anderen zu managen. Dabei gibt es für jede Größe ein passendes Format: große, mittelständische und kleine Firmen sind alle mit einer jeweiligen entsprechenden  Lösung in das Portfolio integriert. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist neben der breitgefächerten Anwendungsmöglichkeiten in einem Spezialbereich die Vielfalt der Branchen, mit denen sich SAP generell befasst. So bietet das Unternehmen Lösungen für grundsätzliche Prozesse in Handel, Finanzen, High- Tech, Gesundheitswesen und öffentlichen Verwaltungen an und deckt somit mehr als die wesentlichen Industriefachgebiete ab.

Eine Veröffentlichung der konzerneigenen Zahlen ist am 18.07.19 wieder geplant, die Ergebnisse des letzten Jahres zumindest können sich definitiv sehen lassen: Der Überschuss für das Jahr 208 betrug 4,08 Mrd. Euro, bei einem Umsatz von 24,7 Mrd. Euro.